Ich bin nicht „alt“
58 in 2026 und nein, ich bin nicht alt
2026 werde ich 58. Klingt erstmal nach viel, fühlt sich aber nicht so an.
Alter ist für mich eine Zahl. Punkt.
Auch wenn diese Zahl inzwischen eine gewisse Wucht hat. Das muss ich einfach zugeben.
Ja, ich habe mehr als die Hälfte meines Lebens hinter mir. Und nein, dass macht mir nicht ständig Angst.
Aber es macht mich ehrlicher. Klarer. Und manchmal auch nachdenklicher.
Meine Gedanken haben sich verändert. Meine Gefühle sowieso.
Nicht nur wegen der Menopause, auch wenn die hormonell gerne mal ein Chaos anrichtet.
Nein, sondern weil der Kreis meiner Familie immer kleiner wird. Leiser. Endlicher.
Das hinterlässt Spuren und natürlich kommen auch berechtigte Ängste dazu.
Was mir aber viel mehr zu schaffen macht als die Angst selbst, ist das ganze Wissen drumherum.
Zu viel Info. Zu viele Szenarien. Zu viel Wissen macht den Kopf besch…..n , sorry aber genauso fühlt es sich an.
Trotzdem liebe ich mein Leben. Jetzt. Heute. Ich genieße nämlich bewusster. Tiefer und echter.
Ich verschwende weniger Zeit und auch weniger Energie. Ich weiß was mir guttut und was nicht mehr.
Ja, das Leben ich manchmal eine Achterbahn und ich sitze drin. Mit offenen Augen und einem Lächeln.
Irgendwie dann doch ein verdammt guter Platz mit Aussicht. Für Genuss. Für Leichtigkeit. Für Dankbarkeit.

